Wie Piercings dauerhaft Ihren Zähnen schaden

Wie Piercings dauerhaft Ihren Zähnen schaden

Wenn Sie darüber nachdenken, sich in naher Zukunft ein Lippenpiercing machen zu lassen oder eventuell schon eines haben, sollten Sie die Auswirkungen dieser Entscheidung auf Ihre Zähne berücksichtigen. 

Tatsächlich sind Lippen- und Zungenpiercings viel mehr als bloß ein cooler Metallschmuck, den Sie im Gesicht tragen. 

Sie können Ihrem Lächeln und Ihren Zähnen großen Schaden zufügen, von dem Sie vielleicht gar nicht wissen, dass er auf Sie zukommt. 

In den folgenden Informationen erfahren Sie, wie Lippen- und Zungenpiercings die Zähne verletzen, damit Sie größeren Schaden für Ihre Mund- und Zahngesundheit vermeiden können.

Arten von Mundpiercings

  • Zunge und Zungenbereich. Zungenpiercings variieren von einzelnen oder mehreren Stäben vertikal, einzelnen Stäben horizontal oder unter der Zunge. Ein einzelnes Loch durch die Mitte der Zunge gilt als das sicherste für Zunge und Zähne.
  • Lippen und Lippenbereich. Lippenpiercings können überall in der Nähe, um die Lippen herum oder durch die Lippen hindurch erfolgen. Es kann dabei sogenannte Vampir-, Smile- oder Frown-Piercings umfassen, die zwischen Zahnfleisch und Lippe auf der Innenseite des Mundes angebracht werden.
  • Andere Mundpiercings. Piercings in den Wangen, am Zahnfleisch und sogar an den Zäpfchen (das baumelnde Ding im hinteren Teil des Rachens) bergen alle Risiken für die Mundgesundheit. Die Fähigkeiten des Technikers, die Lage des Piercings und die Nachbehandlung sind unterschiedlich und führen zu unterschiedlichen Ergebnissen und Heilungszeiten.

 

Allgemeine Risiken bei Mundpiercings

Unmittelbar nach dem Stechen des Piercings können Sie erwarten, dass die Stelle anschwillt und berührungsempfindlich wird. Normalerweise heilen diese Stellen innerhalb von 10 Wochen ab. Aber es kann auch zusätzliche Risiken für das Piercing im Mund geben:

Absplitterung der Zähne

Die häufigste Nebenwirkung eines Zungen- oder Lippenpiercings ist das Absplittern von Teilen des Zahnes. Die meisten Lippenringe haben Kugeln, die als innerer Bestandteil des Lippenpiercings fungieren. 

Diese Kugeln reiben über die Außenseite Ihrer Zähne und können bei diesen mit der Zeit den Zahn abreiben, dazu führen, dass er schwächer wird und ihn schließlich abbrechen, bzw. absplittern lassen. Das passiert am ehesten, wenn Sie sich das erste Mal ein Lippenpiercing machen lassen, weil Ihre Lippe um das Piercing herum anschwillt. 

Jeder größere Schlag auf den Mund, den Sie in Zukunft einstecken oder sich versehentlich selbst zufügen, wird ebenfalls zu einer potenziellen Gefahr für Ihre Zähne werden. 

Wenn Sie Sport treiben oder in einer verletzungsgefährdeten Umgebung arbeiten, wäre ein Lippenpiercing für Ihren gesamten Körper keine gute Idee.

Zahnfleischrückgang

Zahnfleischrückgang kann auftreten, wenn Ihr Lippenpiercing nicht an der richtigen Stelle eingesetzt wurde. 

Wenn das Piercing zu tief oder zu hoch gesetzt wurde, reibt die Rückseite des Ringes beim Sprechen oder Kauen an Ihrem Zahnfleisch. 

Dies kann schmerzhaft werden, wenn Sie Schmuck mit flacher Rückseite tragen, da die Rückseite an diesem Punkt wie Sandpapier am Zahnfleisch scheuert. 

Kugelförmige Rückseiten können genauso schlimm sein. Wenn Sie bereits Zahnfleischprobleme haben, ist dies sicherlich ein Problem, das Sie Ihren Zähnen nicht zusätzlich bescheren möchten.

Zahnschmelzabrieb

Ihr Lippenring kann mit der Zeit auch Ihren Zahnschmelz verschleißen, was zu Schmerzen aufgrund von Zahnempfindlichkeit durch den Verlust der schützenden Schmelzschicht führen kann. 

Wenn Sie momentan schon das Gefühl haben, dass Ihre Zähne (Temperatur)empfindlich sind, wird dies zu einer erheblichen Verschlechterung führen. 

Der Zahnschmelz kann sich nicht wieder aufbauen. Die einzige Möglichkeit, dieses Problem zu korrigieren, ist ein Eingriff beim Zahnarzt. 

Dies kann teuer, schmerzhaft und unglaublich zeitaufwendig sein. Ist Ihr Lippenring das am Ende wert?

Sonstige Risiken

Schwellung. Dies ist eine häufige Erscheinung nach dem Einbringen eines Piercings im Mundraum. Dabei kann es passieren, dass Ihre Zunge stark anschwillt und schlimmstenfalls Ihre Atemwege blockiert werden. Dies ist nur temporär, jedoch kann dies ernste und dauerhafte Konsequenzen für Ihr Leben haben.

 

Nervenschäden. Es können vorübergehende oder dauerhafte Schädigungen der Hauptnerven des Mundes auftreten, die Ihre Zunge, Ihre Lippen oder Ihren Mund taub werden lassen. Nervenschäden können auch Ihren Geschmackssinn und die Art und Weise, wie Sie Ihre mimische Muskulatur bewegen, beeinträchtigen.

 

Infektionen. Ihr Mund ist ein Nährboden und Heimat für Millionen von verschiedenen Bakterien – wenn er beim Piercen durchstochen wird, können Bakterien in die Blutbahn gelangen. Schlechte Putzgewohnheiten und das Berühren des Piercings mit unsauberen Händen können ebenfalls zu einer Infektion führen. Infektionen tragen das Risiko von schwerwiegenden Behandlungen mit sich. 

 

Durch Blut übertragene Krankheiten. Nicht richtig sterilisierte Piercing-Instrumente können Krankheiten wie zum Beispiel Hepatitis übertragen.

 

Berücksichtigen Sie all diese Bedenken, wenn Sie sich zu einem Gesichtspiercing entschließen, und entscheiden Sie sich am besten dafür, es woanders als an der Lippe oder im Mund anbringen zu lassen. Sie werden vielleicht nicht genau das gewünschte Aussehen erhalten, aber Sie werden Ihr Lächeln für die Zukunft bewahren können. 

Richtiger Umgang mit einem Mundpiercing

Wenn Sie sich jedoch für ein Zungen- oder Lippenpiercing entscheiden, finden Sie hier einige Tipps, wie Sie damit umgehen können:

 

  • Besorgen Sie sich eine neue Zahnbürste mit mittelstarken Borsten und putzen Sie zweimal täglich, um die Bakterien in Ihrem Mund zu reduzieren.
  • Hören Sie auf zu rauchen, da die Inhaltsstoffe von Zigaretten geschwollenes Gewebe reizen und Entzündungen fördern können.
  • Vermeiden Sie Nahrungsmittel und Getränke, die Ihr Piercing reizen können, einschließlich scharfer oder salziger Nahrungsmittel, Kaugummi und Alkohol (einschließlich Mundwasser).
  • Waschen Sie Ihre Hände vor und nach dem Berühren, Reinigen oder Ersetzen des Mundschmucks, um das Risiko einer Infektion zu verringern.
  • Vermeiden Sie Schwimmbäder oder Badewannen, bis das Piercing vollständig verheilt ist, damit keine Bakterien in Ihren Blutkreislauf gelangen.
  • Verwenden Sie entzündungshemmende, rezeptfreie Mittel, um sowohl bei Schwellungen als auch bei Schmerzen zu helfen.

Tun Sie sich einen Gefallen für Ihre Zahngesundheit

Wenn Sie ein Piercing in Erwägung ziehen, das Ihren Mund, Ihre Zähne oder Ihr Zahnfleisch beeinträchtigen könnte, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Zahnarzt, um sich über die Risiken eines Piercings im Mund und darüber zu informieren, wie Sie diese Risiken verringern können. 

 

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Zahnarztpraxis Schönenstein - Ausgezeichnete Praxis mit dem Praxis Award Qualitätssiegel
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Bis bald,

Ihr Martin Schönenstein 

 

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