Zähne und Immunsystem

Zähne und Immunsystem: 7 Tipps, um beides zu stärken

Jeder weiß, dass das Immunsystem wichtig ist. Aber warum ist es auch für die Mundgesundheit von entscheidender Bedeutung? In diesem Artikel möchte ich die Antwort darauf und Ihnen konkrete Tipps an die Hand geben, damit Sie Ihr Immunsystem stärken und gesund bleiben. 

Was ist Ihr Immunsystem?

 

Ihr Immunsystem ist sehr komplex und besteht aus einem Netzwerk von verschiedenen Zellen, nicht-zellulären Bestandteilen und Botenstoffen.

Die Aufgabe des Immunsystems besteht darin unsere Körper vor schädlichen Eindringlingen zu schützen und ihn gesund zu halten.

Ohne unser Immunsystem wären wir nicht lange überlebensfähig, daher sollte es von essentieller Bedeutung für jeden sein dieses gesund zu halten.

 

Immunsystem und Zähne

 

Die Mundhöhle kann eine der größten Eintrittspforten für Bakterien und Viren in unseren Körper sein, wenn sie nicht gesund ist. Daher ist es sehr wichtig, dass das Immunsystem dort schon seine Schutzfunktion ausüben kann. 

Ein schlechtes Immunsystem erleichtert die Entstehung von Erkrankungen des Zahnfleisches und der Schleimhäute extrem. So entsteht schnell eine Gingivitis (Erkrankung des Zahnschleisches) oder eine Parodontitis (Erkrankung des Zahnhalteapparates). Auch heilen Verletzungen und Wunden im Mund deutlich langsamer und meist viel schmerzhafter. Langsam heilende Wunden sind natürlich eine leichte Eintrittspforte für Bakterien und Viren in den gesamten Körper.

Ein gutes Immunsystem jedoch sorgt schon in der Mundhöhle für klare Verhältnisse. Dort können die Bestandteile des Immunsystems die krank-machenden Erreger schon frühzeitig beseitigen, so dass der Rest des Körpers diese Arbeit nicht mehr verrichten muss.

Wie stärke ich nun mein Immunsystem?

Da das Immunsystem sehr komplex ist, gibt es auch keine Wunderpille um es sofort zu stärken. Es sind viele verschiedene Dinge, welche das Immunsystem braucht, z.B.:

  1. gesunde Mundflora
  2. Entspannung
  3. Elektromagnetische Strahlung meiden
  4. Gesund Essen
  5. Sauerstoff tanken/Bewegung
  6. Nährstoffe
  7. Sonne

Gesunde Mundflora

In der Mundhöhle befinden sich natürlicherweise ganz viele Bakterien in einem Gleichgewicht. Es gibt von Natur aus “gute” und “böse” Bakterien in der Mundhöhle und bei einem gesunden Immunsystem überwiegen immer die “guten” Bakterien.

Wenn Sie nun die “bösen” Bakterien unterstützen in dem Sie sich nur unzureichend die Zähne putzen, viele zuckerhaltige Lebensmittel konsumieren, rauchen, Alkohol trinken usw. werden die “guten” Bakterien verdrängt werden und können ihre schützende Arbeit nicht mehr leisten.

Auch Mundspüllösungen sind der Feind einer gesunden Mundflora. Meist nutzen Menschen Mundspüllösungen mit dem Hintergedanken, die “bösen” Bakterien abzutöten, ohne jedoch zu verstehen, dass die Mundspüllösung keinen Unterschied zwischen den Bakterien machen und so auch die “guten” Bakterien der Mundflora verschwinden.

Daher sagen wir: Finger weg von Mundspüllösungen!

Alternativ empfehlen wir lieber das Ölziehen, am besten mit biologischen Ölen wie Oliven- oder Kokosöl. Durch das Ölziehen werden die Giftstoffe aus den Schleimhäuten herausgezogen und im Öl gebunden und so den “guten” Bakterien das Leben erleichtert.

Immunsystem Tipp Entspannung
Immunsystem Tipp: Entspannung

Entspannung

Stress ist der Todfeind des Immunsystems. Haben wir Stress so schaltet unser Körper in den Sympathikus oder auch besser bekannt, den Flight-Fight-Hide-Modus (Flucht, Angriff, Starre). Dieser Modus soll uns vor tödlichen Gefahren schützen und hemmt die Organe, welche die Bestandteile für unser Immunsystem herstellen. Denn für Flucht, Angriff oder Starre werden andere Organe dringender benötigt. 

Leider befinden wir uns in der heutigen Zeit nicht in Phasen von kurzem Stress, sondern meist im Dauerstress. Hierzu gehört zum einen der physische Stress durch Schwermetallbelastungen (z.B. Quecksilber aus Amalgamfüllungen), Belastungen durch Unverträglichkeiten (z.B. Füllübungsmaterialien in Zähnen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten), Übergewicht, schlechte Ernährung, Nährstoffmangel uvm. und zum Anderen der psychische Stress (z.B. durch Ängste) und der emotionale Stress (z.B. durch belastende Beziehungen, laute Geräusche etc.).

Um sich in Phasen des Dauerstress zu entspannen, gibt es auch eine Vielzahl an Möglichkeiten, z.B. Yoga, Meditation, Spaziergänge, Medien-Fasten (Vermeidung der Nutzung von Medien jeglicher Art für eine gewisse Zeit). Bitte beobachten Sie am besten mal, was Ihnen Stress macht und meiden Sie dann diese Dinge.

Elektromagnetische Strahlung meiden

In der heutigen digitalen Zeit sind wir eigentlich dauerhaft elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt. 

Es gibt viele Studien, die einen Zusammenhang von Erkrankungen mit elektromagnetischer Strahlung nahelegen. Eine Studie, welche in schweizer Arztpraxen durchgeführt wurde zeigt, dass viele chronische Erkrankungen bis zur Einführung eines flächendeckenden Mobilfunknetzes rückläufig waren, seitdem jedoch wieder stark ansteigen. Auch wird vermehrt von Erkrankungen wie Tumore des Gehirns und anderer Organe, Beeinträchtigung der Spermienqualität u.Ä. im Zusammenhang mit elektromagnetischer Strahlung berichtet. Meist sind Kinder noch stärker davon betroffen als Erwachsene.

Es bleibt abzuwarten, welche Folgen das neue Mobilfunknetz 5G haben wird, da hier die Strahlung 1000x stärker ist als bei 4G/LTE.

Daher raten wir Ihnen, so gut und so häufig es geht, elektromagnetische Strahlung zu meiden. Schalten Sie das WLAN nachts unbedingt aus und lassen Sie keine elektrischen Geräte neben Ihrem Bett liegen, so wird Ihr Schlaf deutlich erholsamer werden und Ihr Immunsystem wird gestärkt.

Gesund Essen

Eigentlich etwas was jeder weiß, doch nur wenige Menschen setzen dies um. Damit Ihr Körper und Ihr Immunsystem funktioniert, brauchen Sie die richtigen Nährstoffe. Ein Nährstoffmangel führt zwangsläufig zu einer schlechteren Funktion des Immunsystems.

Zucker, Milchprodukte, stark verarbeitete Produkte führen unumgänglich zu einer Übersäuerung des Körpers und damit zu einer Schädigung des Immunsystems.

Auch sollten Sie die Schwermetallbelastung durch den Konsum von viel Fisch nicht unterschätzen.

Daher unser Rat an Sie: Essen sie sehr viel Gemüse (roh und auch gekocht) um die sekundären Pflanzenstoffe zu bekommen, die Ihr Immunsystem auf ein großartiges Level katapultieren. Zwischendurch etwas Obst sollte auch sein, aber in Maßen, da der Fruchtzucker in hohen Dosen Ihren Körper belasten kann.

Meiden Sie Milchprodukte. Wenn Sie Fleisch essen wollen, dann am besten nur Fleisch von Gras-gefütterten Rindern. Fisch ist immer kritisch zu hinterfragen, aufgrund der Schwermetallbelastung, auch bei Wildfang.

Sauerstoff tanken / Bewegung

Hört sich simpel an, wird jedoch von den meisten Menschen trotzdem nicht wirklich umgesetzt. 

Gönnen Sie sich frische Luft
Gönnen Sie sich frische Luft

Der Mensch braucht Sauerstoff, sonst sterben wir. Wir können Tage ohne Wasser und Wochen ohne Nahrung überleben, aber ohne Sauerstoff halten wir nur wenige Minuten durch. Viren und Bakterien hingegen vertragen Sauerstoff nicht gut (weshalb die Therapie mit Ozon auch so gut funktioniert) und werden durch Sauerstoff zerstört. Daher ist Sauerstoff doppelt wirksam. Er hilft dem Körpergewebe, um gesund zu bleiben und wirkt aktiv gegen Bakterien und Viren.

Also gehen Sie mehrfach in der Woche an die frische Luft spazieren, so bringen Sie sich und Ihr Immunsystem richtig auf Vordermann.

Nährstoffe

Wie im Absatz “Gesund Essen” schon erklärt, braucht der Körper die richtigen Nährstoffe. Jedoch fehlen uns, durch die industrielle Herstellung unserer Nahrung, meist wichtige Nährstoffe, da die Böden, auf denen z.B. das Gemüse angebaut wird heutzutage tot-gedüngt sind.

Daher ist es ratsam, dass Sie sich, neben einer ausgewogenen Ernährung, manche Nährstoffe noch als Supplemente zuführen. Empfehlenswert wäre hier ein Bluttest um auch die richtigen Nährstoffe zu supplementieren.

Zu den kritischen Nährstoffen gehören meist Vitamin D3 & K2, Vitamin C, B-Vitamine (meist Vitamin B12, sogar bei Nicht-Veganern), Magnesium, Zink, Selen, Vitamin A.

Kleiner Tipp: Die Acerolakirsche hat einen 32-fachen höheren Gehalt an Vitamin C pro 100g als Orangen.

Sonne

Sonne ist das Lebenselixier allen Lebens auf der Erde. Ohne Sonne würden wir langfristig sterben. Jedoch leben wir heutzutage mehr drinnen als draußen. Wir müssen nicht mehr Nahrung sammeln oder auf die Jagd gehen. Meist gehen wir von der Haustür zum Auto um dann mind. 8 Stunden in einem Büro zu arbeiten um dann wieder mit dem Auto nach Hause zu fahren, wo wir viel vom Rest des Tages in der Wohnung oder dem Haus verbringen.

Wenn wir dann doch mal rausgehen, dann haben wir fast den gesamten Körper mit Kleidung bedeckt. So schirmen wir uns, meist unbewusst, von dem ab, was uns überhaupt das Leben erst ermöglicht hat, der Sonne.

Auch die Kinder spielen in der heutigen Zeit viel weniger draußen als das noch früher der Fall gewesen ist.

Der gesunde Menschenverstand lässt uns erkennen, dass dies nicht gesund sein kann. 

Ohne die Sonne fehlt uns ein sehr wichtiger Stoff, das Vitamin D (richtiger: das Vitamin D3) auch Sonnenhormon genannt. Dieses Vitamin ist eigentlich kein Vitamin sondern ein Hormon. Das Vitamin D3 hat vielfältige Aufgaben im Körper, so steuert es z.B. mehr als 2.000 Gene und das Immunsystem. Auch antimikrobielle Proteine werden durch das Vitamin D3 gestärkt. Diese Proteine töten Bakterien und Viren oft schneller und effektiver ab als das Immunsystem selbst.

Das Vitamin D3 hat weiterhin extrem wichtige Bedeutung für den Knochenstoffwechsel und führt (am besten in Kombination mit der Einnahme von Vitamin K2) zu einer erhöhten Aufnahme von Kalzium und einer hohen Einlagerung von Kalzium in den Knochen und den Zähnen. So werden Ihre Zähne von Innen heraus gestärkt.

Unser Körper kann dieses Hormon leider nur mit der Hilfe der UVB-Strahlung der Sonne in der Haut selbst bilden. Über die Nahrung (z.B. Lachs, Hering, Shitake-Pilze und Avocados) können wir unserem Körper etwas Vitamin D3 zuführen, jedoch ist dies nicht ansatzweise Bedarfsdeckend. Da wir in unseren Breitengraden, wie oben beschrieben, die Sonne nur selten sehen, sind 70-90% der Deutschen mit Vitamin D3 dauerhaft unterversorgt.

Denn um in Deutschland alleine durch die Sonne einen ausreichend hohen Vitamin D3-Spiegel im Körper zu erhalten, müssten wir uns im Sommer am bestens täglich für mehrere Stunden nackt in die Mittagssonne legen und das ohne Sonnenschutzmittel. Denn schon ab einem Lichtschutzfaktor 8 (LSF8) wird die Vitamin D3-Produktion in der Haut um mehr als 97% eingeschränkt. Im Winter liegt fast immer ein zu geringer Vitamin D3-Spiegel bei den Menschen in Deutschland vor, solange sie sich nicht mit Vitamin D3 supplementieren, da die Sonne im Winter nicht die Kraft besitzt, damit wir über die Haut das Vitamin D3 bilden können.

Tanken Sie Vitamin D
Tanken Sie Vitamin D

Ein zu empfehlender Vitamin D3-Spiegel im Blut sollte dauerhaft zwischen 40-70ng/ml liegen. So bleibt Ihr Immunsystem stark und Sie schützen sich vor chronischen Erkrankungen. 

Vor chirurgischen Eingriffe in der Mundhöhle, wie z.B. Entfernung von Zähnen oder Implantationen, ist ein Vitamin D3-Spiegel im Blut von 70-100ng/ml anzuraten. 

Durch unseren Lebensstil sind diese Werte fast nur zu erreichen in dem Sie sich Vitamin D3 als Supplement (z.B. in Tablettenform) zuführen. Ein Blutbild vor und ein Blutbild nach jedem Winter ist sinnvoll um dieses äußerst wichtige Hormon optimal im Blick zu haben.

Abschließend

Wenn Sie anfangen, diese Tipps in Ihren Alltag zu integrieren, werden Sie schnell merken, dass Sie sich gesünder und fitter fühlen. Auch werden Sie von Bakterien und Viren nur noch selten außer Gefecht gesetzt.

Und auch Ihre Zähne werden es Ihnen danken. Entspannung reduziert das nächtliche Pressen/Knirschen mit den Zähnen, gesunde Nahrung und Nährstoffe stärken Ihre Zähne auch von Innen.

 

Unser Rat: Fangen Sie Schritt für Schritt an. Alles sofort zu verändern kann sehr anstrengend und auch demotivierend sein.

Hier abschließend noch ein Erste-Hilfe-Kit um sich den Grippe- und Erkältungswellen zu entziehen:

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Gesundheit.

 

Ihr Martin Schönenstein

 

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